Arbeit mit Collagen nach dem psychodynamisch - prozessorientiertem Ansatz

Die Praxis hat gezeigt , dass die Herstellung einer Collage und die Auseinandersetzung mit ihr eine einfache und gerade deshalb wirkungsvolle Möglichkeit ist, Eigeninitiative und Selbstbewusstsein zu entwickeln und zu stärken.
Über die Collagenarbeit ist es möglich, Menschen wieder zu sich selbst zu führen, ihre Sinne anzusprechen. Sie werden in der Arbeit durch unterschiedlichste Materialien, wie Bilder, Fotos, Naturmaterialien, bunte, glänzende Papiere, Stoffe usw. angeregt, mit sich selbst in einen inneren Dialog zu gehen, der in der Collage seinen Ausdruck findet. Immer wieder muss Wichtiges von Unwichtigem ausgewählt werden bis es einen Platz in dem Collagenbild findet.
Bilder aus Zeitschriften und die unterschiedlichen Materialien lösen Erinnerungen, Gefühle, Wünsche und Träume aus, die beteiligt sind, an der Gestaltung der ganz persönlichen Collagenbilder. Bilder, die auch immer einen Einblick in die Seele des Gestaltenden geben.
So beginnt der kreativ Gestaltende in seiner Collage zu "leben", spontan und bedacht, ohne Leistungsdruck, ohne Anspruch auf messbaren Erfolg.
Er sucht sich bildlich seinen Weg zu sich selbst und durch die Möglichkeit, mit der Therapeutin in ein gemeinsames Gespräch zu gehen und über seine Empfindungen, Gefühle und Intuitionen zu sprechen, wird tiefgreifende innere Wandlung und Veränderung möglich.