Märchenarbeit

Träume und Märchen verwenden dieselbe Bildersprache, wenn sie Vorgänge und Inhalte der Seele sichtbar machen. Märchen wirken in uns und lassen sich singen, tanzen, malen oder im freien, spontanen Spiel nachvollziehen. Am Beispiel seines Helden zeigt das Märchen einen Weg der Heilung aus dem Wunderbaren, aus der Transzendenz der schöpferischen Kraft.
" Durch seinen Helden stellt das Märchen dar, dass die Realität seines Schicksals, und das heißt u.a. auch seiner Not, nicht nur einengende Bedingung, sondern als Bedingung wesensmäßig zugleich Ermöglichung seiner schöpferischen Eigenart und Selbsterfahrung ist. Im imaginativen Mit- und Nacherleben dieser Einstellung des Märchens liegt individualpsychologisch seine pädagogische wie therapeutische Bedeutung."

Das Arbeiten mit Märchen kann seelische und dadurch auch körperliche Spannungen lösen und macht uns offen für uns selbst. Je ganzheitlicher ein Märchen aufgenommen wird, desto therapeutischer wirkt es auf unsere Seele.