Therapeutisches Sandspiel

Ich kam persönlich mit dem therapeutischen Sandspiel über geleitete Sandspielseminare von Elisabeth Tomalin in Berührung, die schon über Jahrzehnte therapeutisches Sandspiel in Deutschland und England in Seminaren anbietet.
Ihre Seminare haben einen bleibenden, tiefen Eindruck in mir hinterlassen. Sie haben mich motiviert, mich intensiver mit dem Sandspiel auseinander zu setzen.
Spontanes Spiel im Sand ist eine einmalige Möglichkeit zu Erkenntnis und Verständnis und somit heilender Wirkung in unserer heutigen schweren, problembeladenen Zeit. Der Erwachsene braucht oft Mut, sich auf das Sandspiel einzulassen. Zu lange her ist die Zeit, als das Spielen im Sand all unsere Sinne erfasste und die Zeit zeitlos werden ließ. Als mit einer Leichtigkeit phantastische Geschichten uns drängten, Burgen, Brücken und unterirdische Tunnel im Sand entstehen zu lassen, begleitet mit Geräuschen der “ Händebagger “, die ihre Furchen durch den Sand zogen.
Doch ist der erste Schritt ins Sandspiel gemacht und ein Einlassen auf die kommenden Prozesse gegeben, verfällt fast jeder Spielende der “ Faszination der Absichtslosigkeit “ und neue, sowie alte Erfahrungen können und dürfen gemacht werden.

Durch die Hingabe an dem Spielen im Sand kommt der Prozess des Heilwerdens in Gang. Durch das Einlassen auf das Spiel können sich Spannungen, Ängste und festgefügte Vorstellungen lösen. Es wird ein kreativer Prozess in Gang gesetzt, der hilft, in Verbindung mit den entstehenden Sandbildern Gefühle zu befreien und umzuwandeln. ( Dr. Martin Kalff )

Sandspiel schließt eine frühe Stufe der Entwicklung ein. Gott schuf den Menschen aus Ton, bevor er das Wort schuf. Nach der Geburt ist das Tasten das erste instinktive Handeln. Mutter Erde ist die Urmaterie, auf der wir leben und sterben. Wir können nicht im Wasser, nicht im Feuer und nicht in der Luft leben. Wir werden begraben in der Erde. Das Berühren des Sandes ist der direkte Kontakt mit Mutter Erde. ( Elisabeth Tomalin )